Berlin, wir fühlen mit Euch.
Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer blicken wir auf die Gewalttat beim CSD in Berlin. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des verstorbenen Opfers, den Verletzten sowie allen, die dieses erschütternde Ereignis miterleben mussten. Gewalt darf niemals die Antwort auf Vielfalt, Respekt und Menschlichkeit sein.
Wer in Niedersachsen lebt und nach einer Gewalttat Unterstützung benötigt, kann sich an die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen wenden. Unsere Mitarbeiter*innen beraten, begleiten und unterstützen Betroffene, Angehörige sowie Zeugen vertraulich, kostenfrei und unabhängig davon, ob eine Strafanzeige erstattet wurde.
Hier geht es zu unseren 12 Opferhilfebüros.

Gemeinsam gegen häusliche Gewalt – Vernetzung schafft besseren Opferschutz
Psychische Beeinträchtigungen können sowohl Folge als auch Ursache häuslicher Gewalt sein. Welche besonderen Herausforderungen sich daraus für Betroffene, Strafverfolgungsbehörden und Unterstützungssysteme ergeben, stand im Mittelpunkt der 13. Interdisziplinären Fachtagung "Häusliche Gewalt", zu der die Generalstaatsanwaltschaft Braunschweig und die Polizeidirektion Braunschweig am 18. Juni 2026 eingeladen hatten.
Rund 180 Fachkräfte aus Justiz, Polizei, Gesundheitswesen, Opferhilfe, Beratungsstellen, Jugendhilfe, Sozialdiensten und Wissenschaft kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Hilfsangebote und bewährte Praxis auszutauschen. Deutlich wurde: Ein wirksamer Schutz von Betroffenen gelingt nur durch eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Auch das Opferhilfebüro Braunschweig war mit den Kolleginnen Sophia Hühnlein und Mareike Knappe vertreten. Neben dem fachlichen Austausch konnten sie die Unterstützungsangebote der Stiftung vorstellen und wichtige Kontakte mit Netzwerkpartnerinnen und -partnern vertiefen.
Besonders eindrucksvoll waren die Vorträge zur Psychosozialen Prozessbegleitung, zu den Unterstützungsangeboten des Frauen*Hauses München, zum Trauma-Netzwerk Niedersachsen sowie zu psychiatrisch-psychologischen Perspektiven auf häusliche und innerfamiliäre Gewalt.
Solche Fachtagungen sind ein wichtiger Baustein, um Wissen zu teilen, voneinander zu lernen und die Hilfs- und Unterstützungsstrukturen für Betroffene kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Ein herzliches Dankeschön an die Polizeidirektion Braunschweig und die Generalstaatsanwaltschaft Braunschweig für die gelungene Organisation und die Möglichkeit zum fachlichen Austausch.
Auf dem 3. Bild (von links nach rechts): Herr Hasenlust, Fallmanager beim Landesamt, Cindy Rycroft, Trauma-Netzwerk Niedersachsen, Sophia Hühnlein, Stiftung Opferhilfe Niedersachsen, Mareike Knappe, Stiftung Opferhilfe Niedersachsen.
Fotoquelle: Polizeidirektion Braunschweig
Quelle der Pressemitteilung: Pressestelle der Polizeidirektion Braunschweig

WDR 5 - Zusammen durch den Gerichtsprozess
Wenn Betroffene häuslicher Gewalt den Schritt zur Anzeige wagen, beginnt oft eine weitere belastende Phase: das Gerichtsverfahren. Viele fühlen sich in dieser Zeit allein und unsicher.
Ein aktueller Beitrag von Timo Stukenberg vom WDR zeigt, warum psychosoziale Prozessbegleitung so wichtig ist. Frau Gressbrand vom Opferhilfebüro Hannover wurde im Rahmen dieses spannenden Beitrags interviewt und berichtet über die Bedeutung einer verlässlichen Begleitung für Betroffene. Den Beitrag finden Sie hier: Zusammen durch den Gerichtsprozess
Genau hier setzt ein Modellprojekt in Niedersachsen an: An den Opferhilfebüros in Hannover und Oldenburg wird psychosoziale Prozessbegleitung im Gewaltschutzverfahren erprobt. Das Angebot richtet sich an Menschen, die Gewalt erlebt haben, ist freiwillig, kostenfrei und ergänzt die bestehenden Beratungsangebote, etwa der BISS- und Gewaltberatungsstellen.
Die psychosoziale Prozessbegleitung bietet qualifizierte Informationen zum Ablauf des Gewaltschutzverfahrens, Begleitung zu Gerichtsterminen sowie unterstützende Gespräche, die helfen können, Belastungen und Unsicherheiten zu reduzieren. Sie ersetzt keine Rechtsberatung oder Therapie, kann aber eine wichtige Stütze auf dem Weg durch das Verfahren sein.
Das Projekt läuft zunächst bis zum 31.12.2026 und soll dazu beitragen, dass Betroffene den Weg durch das Gewaltschutzverfahren nicht allein gehen müssen.
Denn niemand sollte ein Gerichtsverfahren nach erlebter Gewalt ohne Unterstützung bewältigen müssen. Weitere Infos auch unter: Psychosoziale Prozessbegleitung im Gewaltschutzverfahren

Foto: Niedersächsisches Justizministerium
Dr. Kathrin Wahlmann,
Niedersächsische Justizministerin
Herzlich willkommen!
Ich begrüße Sie auf den Internetseiten der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen. Es freut mich, dass Sie sich für das Thema Opferschutz interessieren.....
"Es ist etwas passiert" - Erklärfilm der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen
Buchveröffentlichung




„Türen öffnen“ – Einblicke in die Arbeit der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen
Flyer der Stiftung 
Psychosoziale Prozessbegleitung in Niedersachsen
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