Stalking

Der Begriff Stalking kommt aus dem Englischen und bedeutet Anpirschen, Anschleichen. Stalking ist eine Straftat und bedeutet, dass der Stalker sein Opfer häufig über einen längeren Zeitraum beobachtet, verfolgt, durch unerwünschte Kontaktaufnahme (persönlich, per Handy, Telefon oder per E-Mail) belästigt oder bedroht. Ziel der Stalker ist zumeist, das Opfer zur Aufnahme oder Fortsetzung einer Beziehung zu bewegen. In der Folge wird das Opfer wiederholt in seiner Privatsphäre verletzt und im Regelfall um seinen geregelten Alltag sowie seine Lebensqualität gebracht.
Stalking ist ein ernst zu nehmendes Phänomen mit teilweise erheblichen körperlichen und/oder psychischen sowie sozialen Folgen für die Betroffenen: Die Opfer verlassen teilweise kaum mehr ihre Wohnung, brechen soziale Kontakte ab oder müssen Telefonanschluss, Wohnort und Arbeitsstätte wechseln.
Scheuen Sie sich nicht, sich helfen zu lassen. Wenden Sie sich an die Polizei, unsere Opferhilfebüros oder andere Unterstützungseinrichtungen!
Was können Sie konkret tun, wenn Sie ein Stalker belästigt?

  • Machen Sie dem Stalker sofort und unmissverständlich klar, dass Sie keinerlei Kontakt mehr wünschen. Bleiben Sie unbedingt konsequent und unterlassen Sie in der Folge weitere Kontakte zum Stalker!
  • Informieren Sie Ihr gesamtes Umfeld (z. B. Ihre Familie, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn), wenn Sie von einem Stalker terrorisiert werden. Öffentlichkeit kann Sie schützen!
  • Sammeln Sie Beweise: Dokumentieren Sie alles, was der Stalker schickt, mitteilt oder unternimmt in einem Kalender!
  • Gehen Sie sorgsam mit Unterlagen um, auf denen sich Ihre persönlichen Daten befinden. Persönliche Daten gehören nicht in den Hausmüll!
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei! Die Polizei schreitet schnell und konsequent gegen den Stalker ein. Oft zeigt dies nachhaltige Wirkung und die Belästigungen hören nach einer Anzeige häufig sogar auf.
  • Um sich vor Stalking zu schützen, können Sie auch beim Amtsgericht eine „Einstweilige Verfügung/Schutzanordnung“ nach dem Gewaltschutzgesetz beantragen.
  • Wenden Sie sich an eine Opferhilfeeinrichtung und lassen Sie sich dort beraten!

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie auch auf den folgenden Seiten:

www.lka.niedersachsen.de (.pdf)

www.ms.niedersachsen.de