Psychosoziale Prozessbegleitung

 

Ein weiteres ergänzendes Angebot der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen stellt die psychosoziale Prozessbegleitung dar. Sie setzt den Fokus auf diejenigen Menschen, die aus den verschiedensten Gründen nach dem Erleben einer Straftat besonders schweren Belastungen ausgesetzt sind, so dass sie einer noch umfassenderen Begleitung bedürfen. Ob die psychosoziale Prozessbegleitung die geeignete Form der Unterstützung darstellt, entscheidet letztlich die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter im jeweiligen Opferhilfebüro vor Ort.

 

Was macht unser Angebot der psychosozialen Prozessbegleitung besonders?

Psychosoziale Prozessbegleitung umfasst die Vorbereitung auf das strafrechtliche Verfahren und die mit ihm verbundenen emotionalen Belastungen, die Begleitung zu Vernehmungen im Ermittlungs- und Hauptverfahren einschließlich der Erläuterung von Verfahrensabläufen.

 

Im Alltag gewährleistet sie die notwendige unterstützende Begleitung insbesondere im Kontakt zu anderen Behörden und Institutionen. Dabei ist zu beachten, dass im Rahmen der Begleitung nicht näher über die Tat gesprochen wird. Eine rechtliche Beratung oder Therapie erfolgt nicht.

 

Psychosoziale Prozessbegleitung leistet:

  • eine frühzeitige, altersgerechte und individuelle Hilfestellung,
  • durchgeführt durch eine speziell ausgebildete Fachkraft,
  • eine engmaschige, intensive und nachhaltige Begleitung,
  • die Abklärung und Sicherung des Unterstützungsbedarfes durch eine enge Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und der Justiz,
  • die Sicherstellung der Rechte der Klientin oder des Klienten innerhalb des Strafverfahrens in Zusammenarbeit mit der rechtlichen Vertretung,
  • die Stärkung des Selbstwertgefühls durch die gemeinsame Erarbeitung von Bewältigungsstrategien und positive Bestärkung,
  • die Unterstützung bei der schnellen Reintegration.